Werbetextilien im Umbruch

27.04.2016 09:42

Umdenken bei Werbetextilien?


Rund 30% Anteil am jährlichen Umsatzvolumen der Werbeartikelindustrie fallen auf Produzenten und Anbieter von Werbetextilien. Das ist auf der einen Seite ein schöner Erfolg, aber sie werden auch immer wieder kritisch betrachtet, wenn Hiobsbotschaften aus den Produktionsländern eine ganze Branche in Verruf bringen. Brandkatastrophen, eingestürzte Gebäude, grausame Arbeitsbedingungen, vergifete Umwelt.

Nun sind allerdings gerade aber die Unternehmen aus der Werbeartikelindustrie sind ihren Kollegen aus der Verbraucherindustrie oftmals voraus, wenn es um die dokumentierte Transparenz ihrer Lieferketten geht.


Umwelzschutz und Sozialleistungen

Ob zertifizierter Umweltschutz oder dokumentierte Produktionsbedingungen und Sozialleistungen: Die Textilproduzenten und Anbieter der Werbeartikelbranche haben es schon lange verstanden, dass es nicht reicht, sich nur am Wortlaut der gesetzgeberischen Vorschriften entlangzuhangeln.

Daher fahren sie auf freiwilliger Basis hohe Investitionen für ihre zertifizierten ökologischen und sozialen Standards inklusiver organisationsaufwändiger Audits. Die Textilprofis habe weitgehend verstanden, was auch das PSI als Veranstalter der PSI Sustainability Awards antreibt: Im Transparenzzeitalter globaler Lieferantenketten garantiert eine frühzeitige Orientierung an freiwilligen Spitzenstandards in den Bereichen CSR und Nachhaltigkeit das wirtschaftliche Überleben in den Märkten.

SA 8000, OHSAS, BSCI, OHRIS? Diese sozialen Siegel zählen neben anderen in der Werbeartikelbranche nicht nur bei allen engagierten Textiltradern mehr und mehr zum Nachhaltigkeitsportfolio.


Politik erhöht den Druck

Wer sich erst unter gesetzgeberischem Zwang an seine nachhaltigen Hausaufgaben setzt, hat zuviel ungenutzte Zeit verstreichen lassen. Die eigenen Unternehmenstrukturen an den Prinzipien von CSR und Nachhaltigkeit auszurichten ist ein Entwicklungsprozess, keine Frage von kurzfristiger Anweisung und Umsetzung.

Zwei aktuelle Meldungen mögen diese verdeutlichen. Zum einen fordert Renate Künast, Vorsitzende des deutschen Verbraucherausschusses, mit Blick auf die europäische Textilwirtschaft “klare Regeln für den gesamten EU-Binnenmarkt”. Im Klartext: Lückenloser Nachweis der Produktion und Lieferantenkette bei dokumentierter Einhaltung von Umweltstandards und Sozialrechten, die eine Überprüfung und gegebenenfalls Sanktionen ermöglichen.

Noch im April wollen die Grünen einen entsprechenden Antrag (Kleidung fair produzieren) in den deutschen Bundestag einbringen. Im Anschluss daran soll die Bundesregierung aufgefordert werden, sich für gleichlautende Gesetze auf EU-Ebene einzusetzen.


 “Slow Fashion” im Trend

Zum anderen hat das Hamburger Marktforschungsunternehmen Dr. Grieger & Cie. soeben eine aktuelle Umfrage unter 1.019 deutschen Verbrauchern zu nachhaltiger Bekleidung und Mode vorgelegt. Ergebnis: Die Konsumenten orientieren sich weniger am Markenlabel als an Qualität und Langlebigkeit ihrer Kleidung.

Ein Übertrag auf Promotion Textilien, zumindest annäherungsweise, erscheint legitim. Denn warum sollte der Konsument mit Blick auf Textilien zweierlei Maß anlegen? Lieblingsstücke befinden sich durchschnittlich neun Jahre in seinem Besitz und werden immer wieder getragen.

“Slow Fashion” nennt man das. Sie bildet den Gegenpol zur “Fast Fashion”, der Mode für eine Saison oder - noch schneller – 2, 3 Mal Tragen und Wegschmeißen. Das ändert sich gerade. Rund 75 Prozent der Befragten halten die dokumentierte Nachhaltigkeit von Kleidung für wichtig. “So haben drei von zehn Deutschen in den letzten zwölf Monaten bereits auch mindestens ein nachhaltig produziertes Kleidungsstück gekauft.”

“Slow Fashion” und mit ihr nachhaltig produzierte Textilien haben die Köpfe und Kleiderschränke der Konsumenten erreicht.

https://www.grieger-cie.de/slowfashion

 

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