Öko-Siegel für Textilien

25.01.2016 12:09

Fairer Handel, nachhaltige Produkte und ökologische Herstellungsverfahren – dies sind die entscheidenden Herausforderungen, denen sich die Textil- und Bekleidungsindustrie und ebenso die Werbebranche stellen muss. Nachfolgend ein kleiner Überblick über die wichtigsten Textil-Öko-Siegel und deren Bedeutung:

GOTS

Das Textilsiegel Global Organic Textile Standard (GOTS) wurde vom Internationalen Verband der Naturtextilwirtschaft (IVN/Deutschland) zusammen mit der Soil Association (England), der Organic Trade Association (USA) und der Japan Organic Cotton Association (Japan) entwickelt.

Der Schwerpunkt von GOTS liegt auf den ökologischen Standards. Dabei weist es einen hohen Standard auf – es wird nicht nur die Verwendung von Naturfasern (mind. 90%) aus kontrolliert biologischem Anbau (mind. 70%) gefordert, sondern auch die Einhaltung von Umweltkriterien während des gesamten Produktionsweges des Kleidungsstückes: Dazu gehören ressourcenschonende Produktion, Konzept zum betrieblichen Umweltmanagement und eine Positivliste von zugelassenen geprüft unbedenklichen Farben und Hilfsmitteln. In jeder Produktionsstufe wird die Einhaltung der Kriterien von unabhängigen Zertifizierungsstellen geprüft. An sozialen Kriterien wird die Einhaltung der ILO-Kernarbeitsnormen gefordert. Die Zahlung von existenzsichernden Löhnen wird nicht verlangt. Als hochwertiges Siegel für ökologischen Standard empfehlenswert.

 

FAIRTRADE

Die Standards für das Fairtrade Siegel werden von Fairtrade International (FLO), der Dachorganisation der Fairtrade Organisationen festgelegt, die Zertifizierungsgesellschaft FLOCERT GmbH kontrolliert deren Einhaltung.

FAIRTRADE certified cotton garantiert faire Arbeitsbedingungen und langfristige Handelsbeziehungen in der Baumwollproduktion und fördert den Umstieg auf biologischen Anbau.Die Fairtrade-Standards für Baumwolle gelten vor allem für Kleinbauerngemeinschaften. Den Kleinbauern wird der Fairtrade-Mindestpreis für Baumwolle gezahlt, der eine nachhaltige Produktion ermöglicht und gegen Preisschwankungen am Weltmarkt absichert. Zusätzlich wird eine Sozialprämie für Gemeinschaftsprojekte gezahlt. Zudem gelten ökologische Mindestkriterien – es gibt einen Zuschlag für den Bioanbau, genmanipuliertes Saatgut ist verboten, ressourcenschonende Produktion und Reduktion der Agrochemikalien werden verlangt.

Das Siegel deckt nur die Überprüfung fairer Arbeitsbedingungen in der Baumwollproduktion ab, nicht aber die Bedingungen bei der weiteren Verarbeitung. Als hochwertiges Siegel für faire Arbeitsbedingungen bei der Baumwollernte empfehlenswert.

 

FAIR WEAR FOUNDATION

Die Fair Wear Foundation ist eine Multistakeholder-Initiative (MSI) – ein Zusammenschluss von Unternehmen, Gewerkschaften und Nichtregierungsorganisationen (NROs). Als unabhängige Non-Profit-Organisation prüft die Fair Wear Foundation Einkaufspraktiken der jeweiligen Mitgliedsunternehmen. Sie zertifiziert keine Produkte, sondern prüft Unternehmen.

Mitgliedsunternehmen haben drei Jahre Zeit, nach festgelegten Arbeitsplänen die Produktionsbedingungen ihrer Kleidung Schritt für Schritt sozialer zu gestalten. Sie müssen Jahresberichte veröffentlichen und der FWF eine Liste der Zulieferer zukommen lassen.

Es stehen allein soziale Kriterien während der Konfektion im Fokus wie die Umsetzung der ILO-Kernarbeitsnormen und existenzsichernde Löhne. Dazu werden Schulungen für Management und Arbeiter_innen durchgeführt, lokale Audit-Teams ausgebildet, und unabhängige lokale Beschwerdestellen für Arbeiter/innen eingerichtet.

Hervorzuheben ist die enge Zusammenarbeit mit lokalen Organisationen. Die FWF weist die höchsten sozialen Standards in der Konfektion auf, deshalb empfehlenswert.

 

IVN Best

fordert wie das GOTS nicht nur die Verwendung von Naturfasern aus biologischem Anbau, sondern auch die Einhaltung von Umweltkriterien während der gesamten Produktionskette. Die Standards liegen jedoch höher: Es werden 100 % Naturfasern aus 100% kontrolliert biologischer Landwirtschaft (kbA oder kbT) verlangt. Als Siegel mit den höchsten ökologischen Standards empfehlenswert

 

OE 100

garantiert die Verwendung von Bio-Baumwolle. Sichergestellt wird jedoch nur der biologische Anbau von Baumwolle, für die weitere Verarbeitung gibt es keine Umweltauflagen. Als hochwertiges Siegel empfehlenswert.

 

Bluesign

bezieht sich auf alle Fasern, auch Kunstasern (keine Begrenzung auf Bio-Baumwolle, genmanipuliertes Saatgut zugelassen). Eingeschränkte Verwendung von Chemikalien. Schwache Sozialstandards. Als nicht hochwertiges Siegel nicht empfehlenswert.

 

OEKO-TEX Standard 100

untersucht ausschließlich die Schadstoffe in Textilien beim Verkauf, nicht bei der Produktion. Die Schadstoffe werden vor dem Export ausgewaschen, verschmutzen aber die Umwelt im Produktionsland. Der Standard ist schwach: Keine Biobaumwolle, kein Verbot von Gentechnik, keine sozialen Kriterien. Als Siegel mit schwachen Standards nicht empfehlenswert.

 

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